Wieso eine Kinder-und Jugendfarm in jede Stadt gehört!
Kinder- und Jugendfarmen sind ein wertvoller Freiraum für Kinder und Jugendliche zum Toben, Klettern, Basteln, Bauen, Ausprobieren und Entdecken. Auf einem naturbelassenen, wohnortnahen Gelände werden die Kinder, unabhängig von Herkunft und sozialem Status, durch pädagogisch qualifizierte Mitarbeiter betreut. Bis auf einen geringen Versicherungsbeitrag ist das Mitmachen im offenen Betrieb kostenfrei. Es soll ein Ort sein, an dem sie in freier Natur handelnd spielen und lernen können, an dem sie gemeinsam Pflanzen, Tiere, Handwerk und Kinderkultur praktisch begreifen und erfahren.
Grundelemente sind (je nach Möglichkeiten des Geländes und der personellen Kapazität):
Baubereich:
Hüttenbau u.a. aus Holz, Lehm, Stein und anderem Material, sowie verschiedene Handwerke
Kinderkultur im Freien:
Theater, Musik, Kunst, Singen, Freiluftkino, Märchen/Lesungen am Lagerfeuer, Erkundung der Umgebung/des Heimatort
Tierbereich:
Fauna der Umgebung wie Vögel, Insekten, Eidechsen, Igel usw., Kleintiere (Kaninchen, Meerschweinchen), Nutztiere (Hühner, Schafe), Reittiere (Ponys, Esel oder Pferde)
Unser Ziel ist es, eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung für 6-14jährige als offenes Angebot nachmittags anzubieten. Wir kooperieren mit Schulen, Kindergärten, der Landauer Universität und anderen Einrichtungen als „außerschulischen Lernort“ in dem Sinne "Spielen bildet". Vormittags können praktisch orientierte Unterrichtseinheiten z.B. in Sachkunde, Biologie, Kunst oder Werken als handelndes Lernen durchgeführt werden. Nachmittags haben Arbeitsgemeinschaften im Rahmen der Ganztagsschule und auch Betreuungseinrichtungen Gelegenheit in der Natur Projekte von der Pflanze, über das Tier bis zum Handwerk umzusetzen. Wir bieten ganztägig ein wunderbares Naturgelände für freies kreatives Spiel der Kinder im verantwortlichen Umgang untereinander, mit den Tieren und der Natur.
Die Kinder- und Jugendfarm-Landau entsteht im Rahmen der Landesgartenschau Rhl.-Pf. 2014 und wird anschließend als nachhaltiges, sehr wertvolles pädagogisches Konzept für die Region weitergeführt.
Wir arbeiten eng mit dem Bund der Jugendfarmen und Aktivspielplätze (www.bdja.org) zusammen, dem bundesdeutschen Dachverband, dem unser Verein und ca. 170 andere Einrichtungen angeschlossen sind.
Statt einer zunehmend „verplanten Kindheit“, fragen sich viele Eltern und Pädagogen, was brauchen unsere Kinder heute wirklich, was macht sie stark, selbstbewusst und zufrieden.
Wir geben mit der Kinder- und Jugendfarm-Landau eine Antwort darauf, indem wir Kindern und Jugendlichen einen natürlichen Raum zur Betätigung, zur freien Gestaltung und Eigeninitiative, zum sich treffen, spielen, toben, staunen, mitmachen, beobachten und zum sozialen Miteinander zur Verfügung stellen.
Wie hat es begonnen!
Frau Dagmar Flörchinger (1.Vorsitzende) stellte 2011 den Antrag zum Aufbau einer Kinder- und Jugendfarm bei der Geschäftsleitung der Landesgartenschau, Herrn Schmauder und dem Bürgermeister, Herrn Hirsch.
Seit April 2013 können wir das Gelände gestalten. Als ehemalige Schrebergartensiedlung wurde es von der Stadt Landau zur Verfügung gestellt.
Es liegt neben dem Hauptgelände der Landesgartenschau zwischen dem Gleisbogen und dem entstehenden Spiel- und Freizeitcampus am Kohlelager.